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Freitag 27. 01. 2012

STOP SOPA, PIPA, ACTA
Das Ziel von Sopa und Pipa: Internet-Zugangsanbieter, zum Beispiel die Telekom, sollen gezwungen werden, Inhalte proaktiv zu überwachen. Außerdem sollen Inhalte ohne juristisches Verfahren gesperrt werden. Diese sollen dann auch in Suchmaschinen nicht mehr angezeigt werden, eine Verlink wäre strafbar.
Das klingt – so man dem überkommenen Copyright-Gedanken anhängt – vielleicht auf den ersten Blick sogar ansatzweise vernünftig. Tatsächlich aber verbirgt sich dahinter chinesisch anmutende Zensur. Denn was im einen Land eine Rechtsverletzung ist, muss es im anderen nicht sein. Und ohnehin würde das ja kein Richter entscheiden – sondern der Internet-Anbieter auf Geheiß der Inhalte-Konzerne.
Klingt ja zunächst nur nach einen Google-Problem. Nur: Sopa und Pipa betreffen auch Social Networks. Wer also zum Beispiel auf Facebook einen Link zu einem Video weiterreicht, das in Deutschland vollkommen problemlos ist, von einem US-Musikkonzern aber fälschlicherweise als Raubkopie beanstandet wird, könnte damit rechnen, dass Facebook sein Profil löscht.
Schon heute gibt es ausreichend ungerechtfertigte Sperren. Erst jüngst berichtete Leo Laporte, Gründer des Web-Talk-TV Twit in seiner Sendung, dass Youtube ständig Episoden von ihm löscht – obwohl keine Rechtsverletzung vorliegt.
Die verrückten Amis, also mal wieder? Keineswegs. Auch in Europa gibt es ein ähnlich gestriges, verabscheuenswürdiges Konstrukt, das in der deutschen Politik eher einfach hingenommen wird: das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA).
Auch Acta legt das Urteil darüber, was rechtens ist, in die Hände der Wirtschaft. Die Meinungsfreiheit wird kontrolliert von Konzernen – und der Widerstand deutscher “Netzpolitiker” (wer verdient überhaupt diesen Titel außerhalb der Piratenpartei?) nimmt dies größtenteils so hin – und die anderen interessieren sich ohnehin mehr für Straßenbau als für Zukunftstechnologien.
Auch wenn der Schutz geistigen Eigentums wichtig ist, gehen diese Gesetze zu weit:
Server, die urheberrechtliches Material anbieten, müssen umgehend abgeschaltet werden. Klingt grundsätzlich vernünftig, allerdings:
Selbst ein Link zu Pirate Bay würde reichen, um diese Seite aus dem Internet zu schießen. Ein Link!
Hollywood oder TV-Sender könnten jederzeit YouTube vom Netz nehmen, sobald ein einziger urheberrechtlich geschützter Clip von irgendeinem Nutzer hochgeladen wird.
Ein versehentlich benutztes Bild oder Zitat auf dem Blog kann jederzeit zu dessen Abschaltung führen.
Ein einziger Fotograf könnte mit seinem Anwalt Facebook beenden, wenn eines seiner Fotos unerlaubt dort geteilt wurde.
Es erlaubt zudem jedem Rechteeigentümer Einfluss auf eines der Fundamente des Internets – dem Domain Name System (DNS) – auszuüben. Ausländische Server, auf die man keine juristische Handhabe hat, sollen per DNS blockiert werden. Die Blockade einzelner Server bringt jede Menge anderer Probleme mit sich.
Es erlaubt Deep Packet Inspection, also das organisierte Mitschnüffeln im Datenverkehr von jeder und jedem.
Whistleblowern, die unrechte Dinge von Regierungen aufdecken, wird der Garaus gemacht. So wird es etwa Zahlungsdienstern verboten sein, Organisationen zu unterstützen, die sich nicht an US-Gesetze halten. Wikileaks lässt grüßen.
Die Kreativität wäre zu Ende
Sicherlich könnt ihr euch denken, dass es mit der Kreativität und Netzkultur sehr schnell vorbei sein könnte, sollte SOPA tatsächlich in Kraft treten. Nichts mehr mit lustige Mashup Videos auf Youtube, vorbei die Zeiten witziger Kollagen, etc.
Engagiere dich gegen SOPA, PIPA und ACTA!
Quellen:
http://www.fakeblog.de/2012/01/18/engagiere-dich-sopa-pipa-und-acta/
http://www.indiskretionehrensache.de/2012/01/sopa-pipa-acta/
http://fc03.deviantart.net/fs71/f/2...sopa_by_peaceonearth888-d4n22nm.jpg
http://fc08.deviantart.net/fs70/f/2...p_sopa_by_spatchdesigns-d4mqmcf.jpg
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Mittwoch 25. 01. 2012

Apple vs. Samsung - Gericht: »Jedes iPad-Design-Feature gab es schon früher«
Ein niederländisches Gericht hatte bereits abgelehnt, ein Verkaufsverbot für das Samsung Galaxy Tab 10.1 auszusprechen. Das Berufungsgericht sah dies nun genauso.
Apple hat in dem Versuch, den Konkurrenten Samsung und seine Tablets in Europa zu stoppen, einen schweren Rückschlag erlitten. Laut dem Berufungsgericht sind die vielen visuellen Unterschiede zwischen dem iPad von Apple und dem Samsung Galaxy Tab 10.1 ausreichend, um einen Verstoß gegen das geschützte Design beziehungsweise Geschmacksmuster von Apple auszuschließen.
Das Gericht hält das Design-Patent von Apple zwar durchaus für gültig, aber da zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des iPads bereits ähnliche Geräte existierten, sei die Anwendbarkeit recht gering. Das Gericht berücksichtigte diese »prior art« und nennt in dem online veröffentlichten Urteil ein US-Patent aus dem Jahr 2004, das Knight Ridder Tablet, das HP Compaq TC1000, ein kanadisches Design-Patent und zwei aus Japan.
Jedes charakteristische Design-Feature des Apple iPad sei bereits in mindestens zwei älteren Designs verwendet worden. Die Einwände von Apple müssten daher auch nicht weiter diskutiert werden, so das Urteil. Apple muss außerdem die Kosten von Samsung in Höhe von 132.466,14 Euro tragen. Das Urteil könnte auch Einfluss auf kommende Entscheidungen, beispielsweise in Deutschland, haben.
Quelle: www.Gamestar.de |
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Dienstag 24. 01. 2012

Filehoster - Megaupload-Schließung mit Domino-Effekt?
Die Schließung des Filehosters Megaupload hat auch starke Auswirkungen auf ähnliche Angebote im Internet.
Nachdem die US-Behörden gegen den Filehoster Megaupload vorgegangen sind und inzwischen auch einige der Gründe bekannt wurden, machen sich auch andere Anbieter Gedanken und ziehen zum Teil Konsequenzen.
So hat Filesonic beispielsweise zunächst das Teilen von Inhalten mit anderen Nutzern deaktiviert und erlaubt das Herunterladen von Dateien nur noch demjenigen, der sie auch hochgeladen hat. Alle Verlinkungen im Internet auf Dateien bei Filesonic funktionieren daher nicht mehr. Auch das Belohnungssystem für Uploader, dass in Sachen Megaupload von den US-Behörden als Unterstützung für illegale Uploads gesehen wird, wurde eingestellt. Auch Fileserve will ab sofort besonders aktive Uploader nicht mehr wie bisher belohnen.
Eine ganz andere Konsequenz hat der Anbieter Uploaded.to aus dem Vorgehen der US-Behörden gezogen: Internet-Nutzer aus den USA können den Dienst überhaupt nicht mehr verwenden. Rapidshare mit Sitz in der Schweiz sieht sich hingegen überhaupt nicht betroffen und ist laut Sprecher Daniel Raimer nicht besorgt, da die eigenen Dienste legal seien.
Quelle: www.Gamestar.de |
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Montag 23. 01. 2012

Apple-Zulieferer Foxconn - Firmen-Vorsitzender vergleicht Arbeiter mit Tieren
Der weltgrößte Auftragshersteller Foxconn und dessen Mutterkonzern Hon Hai kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus.
Immer wieder stand der Auftragshersteller Foxconn, der für fast alle großen Unternehmen produziert, aufgrund von Selbstmorden mehrerer Mitarbeiter und extrem schlechten Arbeitsbedingungen in den Schlagzeilen. Wie Digitaltrends meldet, dürfte sich das auch so schnell nicht ändern. Bei einem Treffen mit Managern erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende von Foxconn, dass Hon Hai, der Mutterkonzern, weltweit über eine Million Mitarbeiter hätte. Da Menschen auch Tiere seien, verursache ihm sein Job als Manager von einer Million Tiere Kopfschmerzen, er habe daher auch schon den Direktor des Zoos in Taipeh, Taiwan, nach Tipps gefragt, wie man mit Tieren umgeht.
Ob es sich dabei um einen »Scherz« handelte, der durch die Übersetzung anders klingt als gedacht, ist nicht bekannt, doch laut Digitaltrends sind die Arbeitsbedingungen bei Foxconn alles andere als lustig. In einer Fabrik, die ausschließlich Macbooks, iPhones und iPads für Apple herstellt, schlafen die Mitarbeiter in gerade einmal knapp 13,5 Quadratmeter großen Räumen mit 15 aufeinander gestapelten Betten. Sie atmen beim Reinigen von iPhone-Bildschirmen das nervenschädigende Hexan ein, was bereits durch zitternde Hände bei einigen Mitarbeitern sichtbar sei. Andere Schädigungen wie das Carpal-Tunnel-Syndrom durch sich ständig wiederholende Arbeiten führen wie schwere Verletzungen oder Beschwerden zur Entlassung.
Die Arbeitszeit beträgt 12 Stunden am Tag, sollte Apple jedoch ein neues Produkt vorstellen, sind bis zu 16 Stunden üblich. Während der Autor Mike Daisey die Fabrik besuchte, starb ein Arbeiter nach einer 34-Stunden-Schicht. Rund fünf Prozent der Mitarbeiter, mit denen Daisey sprechen konnte, waren keine Erwachsenen und teilweise sogar nur zwölf Jahre alt. Der Verdienst eines Foxconn-Mitarbeiters liegt übrigens bei rund 250 US-Dollar oder knapp 195 Euro im Monat. Das Anheben des Verdiensts und das Angleichen der Arbeitsbedingungen auf das Niveau der USA würde natürlich die Preise für Apple-Produkte erhöhen als auch die Gewinne von Apple und das Vertrauen der Anleger schmälern, wie Digitaltrends anmerkt.
Quelle: www.Gamestar.de |
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Sonntag 22. 01. 2012

Resident Evil 6 - Entwickler wollen Call of Duty-Spieler ansprechen
Die Action-Orientierung der Resident Evil-Serie macht für den Publisher Capcom Sinn, da sich die Spiele so besser verkaufen.
Vor zwei Tagen hat der Publisher Capcom den Actiontitel Resident Evil 6 offiziell angekündigt. Doch bereits einige Zeit vorher ließ das Unternehmen durchblicken, in welche Richtung sich die Serie entwickeln wird. In einem Gespräch mit dem englischsprachigen Branchenmagazin MCV sagte Capcom UKs Head of Marketing, Dave Turner, dass die massive Action-Ausrichtung der einstigen Horror-Serie nur Sinn mache.
"Die Beliebtheit von Resident Evil ist deutlich gestiegen als die Serie mehr Action-orientiert wurde - Resident Evil 5 ist das bestverkaufte Spiel der Serie. Also macht es für uns nur Sinn den Action-Bereich weiter auszubauen."
In dem Gespräch mit Turner ging es eigentlich um den Ableger Resident Evil: Operation Raccoon City , jedoch sind seine Aussagen auch bezogen auf andere Serienteile interessant. Vor allem, da die Reaktionen auf den Ankündigungs-Trailer von Resident Evil 6 bestenfalls gemischt ausgefallen sind. Die einen freuen sich auf ein Action-Feuerwerk, die anderen bemängeln den Wegfall des Horrors, der die Serie einst bekannt gemacht hat.
Eine Rückkehr zum Ursprung erscheint jedoch höchst unwahrscheinlich, wenn man die neue Zielgruppe von Resident Evil betrachtet: "Der Traum wäre es die Millionen von Call of Duty-Fans, die schnelle und actionreiche Online-Spiele lieben, mit diesem Resident Evil ansprechen zu können", so Turner.
Quelle: www.Gamestar.de |
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